Hufwachstum fördern: So wachsen Pferdehufe gesund & schnell
Ein gesundes Hufwachstum ist entscheidend für stabile, belastbare und langfristig gesunde Pferdehufe. Es unterstützt nicht nur die Regeneration geschädigter Hufbereiche, sondern ermöglicht auch eine nachhaltige Korrektur von Hufform und -stellung. Um das Hufwachstum zu fördern, ist ausreichend Bewegung auf geeigneten Untergründen und eine Unterstützung mit den passenden Pflegeprodukten sinnvoll.
Warum das Hufwachstum bei Pferden fördern?
Verhältnis Abnutzung zu Wachstum
Bei Pferden ohne Hufschutz unterliegen die Hufe einer natürlichen Abnutzung. In freier Wildbahn steht diese normalerweise in einem ausgewogenen Verhältnis zum Hufwachstum, sodass freilebende Pferde keine gezielte Hufbearbeitung benötigen. Die Nutzung der Pferde durch den Menschen kann dazu führen, dass die Abnutzung höher ist als das Horn nachwächst.
Besonders bei Pferden, die ein langsames Hufwachstum haben, kann das Verhältnis leicht aus dem Gleichgewicht geraten. Sind die Hufe eines Pferdes zu stark abgenutzt, kommt es schnell zu Fühligkeit oder Lahmheiten, welche Schmerzen für das Pferd bedeuten. In diesem Fall sollte man dringend einen Hufschutz in Betracht ziehen, wobei zu beachten ist, dass für einen genagelten Beschlag noch ausreichend Hufwand vorhanden sein muss.
Nach Verletzungen und Hufkrankheiten
Ein gutes Hufwachstum ist jedoch nicht ausschließlich bei unbeschlagenen Pferden im Zusammenspiel mit der natürlichen Abnutzung entscheidend. Schäden am Huf führen grundsätzlich zu einer verminderten Stabilität und erhöhen die Anfälligkeit für weitere Probleme.
Defekte in der Hufwand, wie Ausbrüche, Hohle Wände, Hornkluften oder Hornspalten, ebenso wie Hufabszesse bieten eine erhöhte Angriffsfläche für Fäulnisprozesse. Umso wichtiger ist in solchen Fällen ein kräftiges Hufwachstum, damit der Huf möglichst schnell wieder seine physiologische Form und Belastbarkeit erreicht. Dies gilt insbesondere dann, wenn im Rahmen einer Behandlung oder Operation größere Teile des Hufs entfernt werden mussten.
Wie wächst der Pferdehuf?
Der natürliche Wachstumsprozess
An der Kronlederhaut am Kronrand werden kontinuierlich Zellen gebildet, die sogenannten Keratinozyten. Bei der Verhornung oder auch Keratinisierung wandern die Keratinozyten von der tieferen Zellschicht nach außen und beginnen Keratin zu produzieren. Das Keratin ist das Gerüstprotein sowie Hauptbestandteil des Horns und wird während diesem Prozess in die Zellen eingelagert. Im Verlauf sterben die Zellen ab und werden zu Hornzellen. Durch die kontinuierliche Produktion von Hornzellen beträgt die Wachstumsrate, abhängig von individuellen Faktoren, 6-10 mm pro Monat.
Faktoren für gesundes Hornwachstum
Das Hufwachstum wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Die größte Rolle spielen hierbei Durchblutung und Nährstoffversorgung. Je besser die Lederhaut, besonders die Kronlederhaut, durchblutet ist, desto mehr Nährstoffe gelangen aus dem Blut in den Kronrandbereich und desto stärker werden Stoffwechselprozesse wie Zellteilung oder Keratinbildung angeregt. Zur Förderung der Durchblutung dient in erster Linie Bewegung, da jedes Auf- und Abfußen eine Pumpwirkung für das Blut im Hufbereich hat.
Neben der Durchblutung ist auch die Versorgung mit Nährstoffen für das Wachstum entscheidend. Hier werden vor allem Biotin (Coenzym im Stoffwechsel, besonders bei Keratinbildung), Zink (essentielles Spurenelement für Enzyme, die an Hornbildung beteiligt sind), Aminosäuren, insbesondere Methionin und Cystein (Hauptbestandteil des Keratins) sowie weitere Mengen- oder Spurenelemente wie Kupfer, Kalzium oder Selen benötigt.
Des Weiteren wird das Hornwachstum von Rasse, Alter und Jahreszeit beeinflusst. Ein Beispiel hierfür sind Islandpferde, deren Hufe im Vergleich zu anderen Rassen meist langsamer nachwachsen. Im Alter sowie im Winter nimmt die Wachstumsrate in der Regel ab.
Hufwachstum beschleunigen durch richtige Fütterung
Biotin - Der Schlüssel für Hornqualität
Biotin ist ein Coenzym im Stoffwechsel. Das bedeutet, dass es gemeinsam mit bestimmten Enzymen wirkt und für deren Funktion unerlässlich ist. Biotin ist insbesondere an Stoffwechselprozessen beteiligt, die für die Bildung von Keratin notwendig sind. Keratin wiederum ist der Hauptbestandteil des Hufhorns und damit essenziell für dessen Qualität und Stabilität.
Studien zeigen, dass eine gezielte Biotin-Supplementierung die Hornqualität von Pferdehufen langfristig signifikant verbessern kann. Positive Effekte auf Härte und Struktur des Hufhorns werden dabei in der Regel erst nach einer längeren Gabe von etwa 8 bis 15 Monaten beobachtet, was dem langsamen Wachstum des Hufhorns entspricht.
Schwefelhaltige Aminosäuren
Die schwefelhaltige Aminosäure Cystein ist ein zentraler Bestandteil des Strukturproteins Keratin. Die hohe Stabilität des Keratins, eine entscheidende Voraussetzung für die Qualität des Hufhorns, entsteht durch sogenannte Disulfidbrücken, die sich zwischen den Schwefelatomen benachbarter Cysteinmoleküle bilden. Diese Verbindungen führen zu einer festen Quervernetzung der Proteinstränge. Je höher der Cysteingehalt im Keratin ist, desto mehr Disulfidbrücken können gebildet werden, wodurch das Horn härter, dichter und widerstandsfähiger wird.
Auch Methionin ist eine schwefelhaltige Aminosäure und dient als Vorstufe von Cystein. Der Organismus ist in der Lage, Cystein aus Methionin zu synthetisieren. Während Cystein sowohl über das Futter aufgenommen als auch körpereigen gebildet werden kann, ist Methionin eine essentielle Aminosäure und muss daher über die Nahrung zugeführt werden.
In der Praxis liegt der Schwerpunkt der Fütterung häufig auf einer ausreichenden Versorgung mit Methionin, da diese nicht nur den direkten Bedarf deckt, sondern gleichzeitig die körpereigene Bildung von Cystein unterstützt. Methionin ist unter anderem in Luzerne, Bierhefe, Sojaschrot sowie Lein- und Sonnenblumenkuchen enthalten.
Spurenelemente für starke Hufe
Zink ist an vielen Enzymen beteiligt, die für die Bildung von DNA und Proteinen benötigt werden. Dadurch unterstützt es die Zellteilung und die Reifung der hornbildenden Zellen in der Huflederhaut. Außerdem hilft Zink, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Bei Zinkmangel wird weniger stabiles Keratin gebildet – das Hufhorn kann weicher werden, schlechter wachsen und leichter brechen.
Kupfer ist wichtig für die Stabilität des Bindegewebes in der Huflederhaut. Es ist Cofaktor für Enzyme, die Kollagen- und Elastinfasern miteinander vernetzen. Dadurch bleibt das Gewebe fest und belastbar. Bei Kupfermangel können diese Strukturen schwächer werden, was die Stabilität des Hufapparates beeinträchtigen kann.
Wichtig: Auch das Verhältnis von Zink zu Kupfer spielt eine Rolle. In der Pferdefütterung gilt ein Verhältnis von etwa 3–5 : 1 als sinnvoll. Zu viel Zink kann die Aufnahme von Kupfer im Darm hemmen, während zu wenig Zink die Keratinbildung beeinträchtigen kann. Gute Mineralfutter enthalten Spurenelemente sowohl in organischer Form (gut verfügbar) als auch in anorganischer Form (stabil und lagerfähig).
Mineralfutter und Nahrungsergänzung
Bei der Auswahl des richtigen Mineralfutters zur Förderung des Hufwachstums kommt es neben den oben erläuterten Bestandteilen, wie Biotin, Methionin, Kupfer und Zink, auch auf Mangan und Selen zur Unterstützung von Zellstoffwechsel und antioxidativen Prozessen sowie Eiweiß im Gesamten als Grundbaustoff für alle strukturellen Proteine an.
Wichtig ist außerdem das 4-5:1 Zink:Kupfer Verhältnis und das Vorhandensein von organischen (z.B. Zink-Methionin) sowie anorganischen Verbindungen (z.B. Zinkoxid). Darüber hinaus sind die gesamte Fütterung, die Region/Bodenqualität und der Gesundheitszustand entscheidend. Bestenfalls sollte auf Basis einer Heuanalyse und eines Blutbilds gezielt ergänzt werden.
Durchblutung fördern für besseres Wachstum
Bewegung als Grundlage
Die Durchblutung der Lederhaut ist essenziell für ein gutes Hufwachstum, da sie die Versorgung der Keratinozyten mit Sauerstoff und Nährstoffen sicherstellt. Je besser die Durchblutung, desto optimaler ist die Versorgung, desto aktiver der Zellstoffwechsel und desto intensiver die Zellteilung – was sich positiv auf das Hornwachstum auswirkt.
Der Hufmechanismus, der bei jedem Schritt aktiviert wird, unterstützt diesen Prozess maßgeblich. Durch den Wechsel von Belastung und Entlastung wirkt der Huf wie eine Pumpe: Das Blut wird aus dem Hufbereich in Richtung Herz transportiert und anschließend wieder in die Kapillaren der Lederhaut zurückgeführt.
Zur bestmöglichen Förderung der Durchblutung wird eine regelmäßige Bewegung von etwa ein bis zwei Stunden täglich empfohlen. Unterschiedliche Untergründe wie Sand oder Wiese unterstützen zusätzlich die physiologische Funktion des Hufmechanismus. Bewegung auf steinigen Böden, etwa Schotter, ist mit dem Ziel der Wachstumsförderung nur in Kombination mit einem Hufschutz sinnvoll, da der Abrieb sonst schneller höher sein kann als das nachwachsende Horn.
Bewegung im Schritt bietet insbesondere bei geschädigten Hufen den Vorteil, dass geringere Druckspitzen auf das Hufhorn wirken, während die Durchblutung dennoch effektiv angeregt wird.
Kronrand-Massage mit Lorbeeröl
Lorbeeröl-Salben fördern die Durchblutung durch ihre ätherischen Öle und Fettsäuren, die die Haut stimulieren. Zusätzlich regt die Massage selbst durch den mechanischen Reiz den Blutfluss an.
Wichtig: Verwenden Sie kein reines Lorbeeröl, da dies die Haut reizen kann. Bei Wunden oder offenen Stellen darf die Massage nicht angewendet werden (Brennen, Hautreaktionen).
Anwendung: Eine kleine Menge Salbe vom Kronrand bis zu den Ballen verteilen, dann den Kronrand mit den Fingerkuppen in kreisenden Bewegungen und leichtem Druck massieren. Häufigkeit: 2–3x pro Woche, bei Problemhufen täglich.
Die Keralit Lorbeer-Salbe enthält 20 % reines Lorbeeröl in hautfreundlicher Formulierung. Ihre wasserlösliche Grundlage unterstützt den Feuchtigkeitshaushalt und die Elastizität des Horns – auch auf nassem Horn anwendbar. Reines Lorbeeröl hingegen kann den Huf abdichten und den natürlichen Feuchtigkeitshaushalt beeinträchtigen.
Pflege und Management für optimales Wachstum
Tägliche Hufpflege
Die tägliche Hufpflege dient vor allem dazu, das vorhandene Horn in einem bestmöglichen Zustand zu erhalten. Kommt es im unteren Hufbereich zu Ausbrüchen oder Fäulnisprozessen, kann dies dazu führen, dass mehr Horn beschädigt wird, als gleichzeitig nachwächst. Daher sind insbesondere das tägliche, gründliche Auskratzen der Hufe sowie die regelmäßige Anwendung geeigneter Pflegemittel von großer Bedeutung.
Um das Horn im unteren Bereich vor Ausbrüchen und Fäulnisprozessen zu schützen, empfehlen wir die Anwendung des Keralit Huf-Festigers je nach Hufzustand ein- bis dreimal pro Woche. Soll zusätzlich der Feuchtigkeitshaushalt unterstützt und die Elastizität des Horns verbessert werden, empfehlen wir die Anwendung des Keralit Huf-Elast Pflegeöls zwei- bis dreimal pro Woche.
Hufbearbeitung und Beschlag
Neben der täglichen Hufpflege ist auch eine regelmäßige und fachgerechte Hufbearbeitung von großer Bedeutung. Dabei ist die Arbeit eines erfahrenen Fachmanns entscheidend, um eine möglichst korrekte Hufstellung zu erreichen, das passende Bearbeitungsintervall im Verhältnis zum Hornwachstum festzulegen und den Pferdebesitzer bei der Entscheidung für oder gegen einen Beschlag kompetent zu beraten.
Eine korrekte Hufstellung ist Voraussetzung für einen gut funktionierenden Hufmechanismus sowie für eine gleichmäßige Belastung und optimale Durchblutung der Lederhaut. Grundsätzlich ist der Hufmechanismus bei unbeschlagenen Pferden stärker ausgeprägt. Dies ist jedoch nur dann von Vorteil, wenn die Hufe der natürlichen Abnutzung in der Barhufhaltung dauerhaft standhalten.
Bei einem korrekt angepassten Beschlag ist der Hufmechanismus zwar in abgeschwächter Form vorhanden, dennoch bleibt die Durchblutungsförderung erhalten und das Horn wird gleichzeitig vor übermäßiger Abnutzung geschützt. Daher ist in jedem Fall eine fachmännische und individuelle Beurteilung notwendig.
Stallhygiene und Haltung
Stallhygiene und Haltungsbedingungen spielen im Zusammenhang mit der Hufgesundheit unabhängig von der gezielten Förderung des Hufwachstums stets eine zentrale Rolle. Ähnlich wie bei der täglichen Hufpflege besteht auch hier das Ziel darin, das vorhandene Horn in einem bestmöglichen Zustand zu erhalten. Das bedeutet, Fäulnisprozesse, Ausbrüche sowie eine übermäßige Abnutzung zu vermeiden.
Voraussetzung dafür sind trockene, saubere und hygienische Ställe sowie entsprechend gepflegte Ausläufe. Zudem sollten die Böden insbesondere für barhufgehende Pferde weder dauerhaft zu hart noch stark steinig sein, da andernfalls die Abnutzung des Horns deutlich zunimmt.
Saisonale Einflüsse auf das Hufwachstum: Sommer vs. Winter
Das Hufwachstum beziehungsweise die Wachstumsrate verändert sich außerdem über das Jahr hinweg. Im Sommer ist die Wachstumsrate höher, während sie im Winter abnimmt. Das liegt an verschiedenen Faktoren.
Einer dieser Faktoren ist die Temperatur, da die Blutgefäße bei höheren Temperaturen weiter sind und die Huflederhaut so stärker durchblutet wird. Außerdem bewegen sich viele Pferde im Sommer mehr, aufgrund von mehr Weidegang. Eine weitere wichtige Rolle spielt die Nährstoffversorgung, da frisches Weidegras mehr Biotin, schwefelhaltige Aminosäuren, Spurenelemente und Vitamine enthält. Darüber hinaus sorgt mehr Tageslicht im Sommer für eine höhere Ausschüttung des Hormons Prolaktin, welches Haut-, Haar- und Hufwachstum reguliert. Eine höhere Prolaktinkonzentration geht mit einer gesteigerten Hornbildung einher. Studien belegen den saisonalen Wachstumsunterschied.
Problemlösungen bei schlechtem Wachstum
Diagnose der Ursachen
Die häufigste Ursache für schlechtes Hufwachstum ist eine unzureichende Nährstoffversorgung. Besonders ein Ungleichgewicht zwischen Zink und Kupfer kann die Hornbildung deutlich beeinträchtigen. Neben der Fütterung spielt jedoch auch die Genetik eine Rolle. Robustrassen wie Isländer oder Fjordpferde haben oft einen langsameren Stoffwechsel und dadurch auch eine geringere Hufwachstumsrate.
Auch Stoffwechselerkrankungen können das Hufwachstum negativ beeinflussen. Beim Equinen Metabolischen Syndrom sowie beim Cushing Syndrom kann es zu Veränderungen im Stoffwechsel kommen, die sich unter anderem auf die Hornbildung auswirken. Zusätzlich kann eine Belastung der Leber dazu führen, dass wichtige Spurenelemente und Proteine nicht ausreichend zur Verfügung stehen.
Ebenso können Alter, Trächtigkeit und Laktation das Hufwachstum verlangsamen. Ältere Pferde haben häufig einen insgesamt langsameren Stoffwechsel, während trächtige oder laktierende Stuten viele Nährstoffe für die Versorgung des Fohlens beziehungsweise die Milchbildung benötigen.
Was tun, wenn die Hufe nicht genug wachsen? Spezielle Maßnahmen
Für Pferde mit langsamem Hufwachstum ist es besonders wichtig, die Hufe vor übermäßiger Abnutzung zu schützen. Je nach individueller Situation kann dies durch Hufschuhe, einen fachgerecht angepassten Beschlag oder geeignete Bodenverhältnisse erfolgen.
Liegt die Ursache in einem verlangsamten Stoffwechsel, etwa altersbedingt, rassebedingt oder aufgrund einer Stoffwechselerkrankung, sollte vor allem auf eine möglichst gute Verwertbarkeit der Mineralstoffe geachtet werden. Organisch gebundene Spurenelemente sind hierfür häufig besser geeignet, da sie vom Organismus in der Regel effizienter aufgenommen und genutzt werden können.
Zusätzlich können stoffwechselunterstützende Maßnahmen sinnvoll sein, um das Hufwachstum zu verbessern. Dazu zählen:
-
eine zuckerarme Fütterung
-
eine gezielte Rationsberechnung auf Grundlage einer Heuanalyse
-
ein gut abgestimmtes Parasitenmanagement
-
Einsatz geeigneter Kräuter zur Unterstützung von Leber und Stoffwechsel
Bei Erkrankungen wie dem Equinen Metabolischen Syndrom oder dem Cushing Syndrom sollte die Behandlung grundsätzlich tierärztlich begleitet werden. Im Fall von Cushing kann eine medikamentöse Therapie mit Prascend erforderlich sein.
Keralit-Produkte für optimales Hufwachstum
Produktempfehlungen
Mit den richtigen Pflegeprodukten unterstützen Sie das Hufwachstum gezielt.
|
Produkt |
Wirkung |
Einsatzbereich |
Anwendung |
|---|---|---|---|
|
Unterstützt Durchblutung am Kronrand, verbessert Elastizität |
Wachstumsförderung |
2–3x/Woche |
|
|
Stabilisiert Keratinstrukturen, schützt vor Abrieb & Hornzersetzung |
Hornschutz |
1–3x/Woche |
|
|
Unterstützt Feuchtigkeitshaushalt, erhöht Elastizität |
Hornpflege |
2–3x/Woche |
FAQ - Häufige Fragen zum Hufwachstum
Wie schnell wachsen Hufe von Pferden normalerweise?
Ein Pferdehuf wächst abhängig von Rasse, Alter und Zustand des Stoffwechsels 6-10 mm pro Monat.
Wie lange dauert es, bis Verbesserungen sichtbar sind?
Werden entsprechende Maßnahmen wie Förderung der Durchblutung und optimale Nährstoffversorgung umgesetzt, verbessert sich die Zellaktivität sowie die Wachstumsrate innerhalb von 2-6 Wochen. Erste sichtbare Veränderungen am Kronrand zeigen sich nach 4-8 Wochen. Das neue Horn weist eine oft andere Farbe oder Struktur auf. Mit der Zeit wird immer mehr vom neuen Horn sichtbar, bis es nach ca. 12 Monaten den Tragrand erreicht hat.
Mit welchen Hausmitteln kann man das Hufwachstum unterstützen?
Die Massage des Kronrands mit einer lorbeerölhaltigen Salbe kann die Durchblutung und somit das Hufwachstum anregen. Hierbei gilt jedoch zu beachten, dass reines Lorbeeröl den Huf abschließt und den Feuchtigkeitshaushalt beeinträchtigt. Daher sollte besser auf ein wasserfreundliches Produkt mit Lorbeeröl zurückgegriffen werden. Apfelessig kann Fäulnisprozesse hemmen, jedoch ist die Wirkung im Vergleich zu speziellen Pflegeprodukten eher gering und daher oft nicht ausreichend.
Was tun bei genetisch bedingtem schlechten Wachstum?
Auch bei genetisch bedingt langsamem oder eingeschränktem Hufwachstum kann durch gezielte Maßnahmen eine Verbesserung im Rahmen der natürlichen Möglichkeiten erreicht werden. Dazu zählen eine bedarfsgerechte Nähr und Mineralstoffversorgung mit hoher Bioverfügbarkeit, abwechslungsreiche und ausreichende Bewegung, regelmäßiger Weidegang, eine fachgerechte Hufbearbeitung, konsequente tägliche Pflege sowie der Einsatz geeigneter Pflegeprodukte.