Die richtige Ernährung ist fundamental für die Gesundheit und eistungsfähigkeit Ihres Pferdes. Hochwertiges Pferdefutter bildet die Grundlage für starke Hufe, ein glänzendes Fell und ein vitales Immunsystem. Unsere Pferdefutterprodukte bieten eine gezielte Auswahl an hochwertigen Nahrungsmitteln, die speziell ausgewählt wurden, um die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Pferdes optimal zu unterstützen. Mit unserer langjährigen Expertise helfen wir Ihnen, die ideale Futterergänzung für Ihr Pferd zu finden. Entdecken Sie unsere drei sorgfältig zusammengestellten Produkte und wählen Sie die perfekte Lösung für die individuellen Bedürfnisse Ihres Pferdes.
Wieso ist die Verdauung von Pferden und das passende Futter so wichtig?
Ursprünglich ist das Pferd ein Steppentier, das täglich bis zu 16 Stunden damit beschäftigt ist, seinen Nahrungsbedarf zu decken. Um genügend Futter in der Steppe zu finden, durchstreiften die ursprünglichen Wildpferde große Landbereiche. Die stetige Bewegung und die langsame Futteraufnahme sind für den Magen-Darm-Trakt besonders bekömmlich und mobilisieren die Darmmotorik. Heutzutage ist es unsere Aufgabe den Pferden die Fütterung so zu gestalten, dass diese möglichst gut an deren Bedürfnisse angepasst ist und eine falsche Fütterung vermieden wird.
Futtermittel für eine hochwertige Ernährung von Pferden
Eine zuckerfreie Energiequelle bietet unser Keralit Muskular. Es beinhaltet neben Reiskeimöl und Gammaoryzanol für den Muskelaufbau zusätzliches Vitamin C, das die Vitalität des Pferdes noch ergänzend fördert. Das Keralit Muskular ist für Pferde, Ponys und Hunde bestens geeignet. Es unterstützt die Tiere mit einem erhöhtem Energiebedarf wie z. B. Sportpferde, Zuchtstuten- und Hengste, sowie ältere und geschwächte Tiere.
Bei langsam wachsenden oder
qualitativ schlechten Hornmaterial empfiehlt sich zum Ausgleich das ATCOM HUF-VITAL®.
Bei Hufrehe oder rehegefährdeten Pferden und Ponys empfiehlt sich das ATCOM REHE-VITAL®. Das Futtermittel bietet eine genau darauf abgestimmte Mineral- und Vitaminversorgung, um den Organismus optimal zu unterstützen.
Heu vor dem Kraftfutter
Heu bildet die Basis jeder artgerechten
Pferdefütterung und sollte immer vor dem Kraftfutter gegeben werden. Als wichtigstes Raufutter liefert Heu die notwendigen Rohfasern für eine gesunde Darmfunktion. Die Faustregel lautet: Mindestens 1,5 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht täglich.
Hochwertiges Heu erkennen Sie an seiner grünlichen Farbe und dem aromatischen Duft. Es sollte trocken gelagert werden und frei von Schimmel sein. Ausschlaggebend für eine gute Magengesundheit ist, dass das Pferd vor der Kraftfuttergabe mindestens eine halbe Stunde Heu fressen konnte. Der hier entstandene Speichel, der durch die Kautätigkeit entstanden ist, macht das Kraftfutter viel besser verdaulich. Regel: Kein Kraftfutter auf leeren Magen!
Kraftfutter
Die Menge und Häufigkeit der Kraftfuttergabe ist abhängig davon, wie viel Kraftfutter ein Pferd benötigt. Will man seinem Pferd wenig zufüttern, reicht eine Fütterung teilweise völlig aus. Größere Mengen sollten auf mehrere Portionen aufgeteilt werden (z.B. 3x täglich), damit der Magen nicht überlastet wird.
Generell gilt allerdings, dass die Pferde in einem Stall zusammen gefüttert werden sollten, da das sonst unweigerlich zu Unruhe und Futterneid führt. Besteht eine Unverträglichkeit oder Allergie oder das Pferd darf aus gesundheitlichen Gründen wie z.B. einer Hufrehe oder Magenproblemen kein Getreide zu sich nehmen, bietet der Futtermittelmarkt zahlreiche Alternativen an getreidefreien Futter. Somit muss kein Pferd bei der Kraftfuttergabe leer ausgehen.
Mineralfutter
Mineralfutter gleicht Nährstofflücken aus, die durch die Grundfütterung entstehen können. Besonders wichtig sind Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Magnesium sowie Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Selen.
Neben der täglichen Rau- und Kraftfuttergabe sollte auf eine ausgeglichene Vitamin- und Mineralstoffversorgung geachtet werden. Besonders wichtig ist die Gabe von hochwertigem Mineralfutter und Vitaminen für Pferde, die ausschließlich Hafer als Kraftfutter bekommen. Hafer enthält viel Phosphor. Das ist in erster Linie nicht schädlich für das Pferd, solange auf eine ausreichende Calciumgabe über das Mineralfutter geachtet wird.
Entsteht hier ein Ungleichgewicht, kann der Körper des Pferdes nicht genügend Calcium aufnehmen. Bei bereits mineralisierten Kraftfuttermitteln, kann man auf die zusätzliche Gabe von Mineralfutter verzichten, solange das Pferd die vorgeschriebene Menge bekommt. Bekommt das Pferd wenig des bereits mineralisierten Futters, macht ein zusätzliches Mineralfutter Sinn.
Für die Hufgesundheit sind insbesondere Zink, Biotin und schwefelhaltige Aminosäuren von Bedeutung. Ein Mangel an diesen Nährstoffen kann zu schlechter Hornqualität, langsamen Hufwachstum und erhöhter Anfälligkeit für Hufkrankheiten führen. Hochwertiges Mineralfutter sollte bedarfsgerecht dosiert werden – eine Überversorgung kann ebenso schädlich sein wie ein Mangel.
Raufutter
Neben Heu zählen auch Heulage, Stroh und Silage zum Raufutter. Diese Futtermittel sind essenziell für die Beschäftigung des Pferdes und die Funktion des Verdauungstraktes. Raufutter sollte ad libitum, also zur freien Verfügung, angeboten werden.
Heulage eignet sich besonders für Pferde mit Atemwegsproblemen, da sie staubärmer ist als Heu. Allerdings muss sie nach dem Öffnen zügig verfüttert werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Stroh kann als Ergänzung dienen, sollte aber nicht die Hauptraufutterquelle darstellen.
Ergänzungsfutter
Ergänzungsfutter umfasst spezielle Zusätze für besondere Anforderungen. Dazu gehören Präparate zur Unterstützung der Hufgesundheit, der Haut und des Fells, des Bewegungsapparates oder des Immunsystems. Bei Hufproblemen können gezielte Ergänzungsfuttermittel mit Biotin, Methionin und Zink die Regeneration unterstützen. Allerdings sollten Sie beachten, dass Ergänzungsfutter die Grundfütterung nicht ersetzen kann, sondern lediglich ergänzt. Die Wirkung zeigt sich erst nach mehreren Monaten konsequenter Fütterung, da der Huf aus "totem Zellmaterial" besteht und geschädigte Bereiche erst auswachsen müssen.
Was gehört nicht ins Pferdefutter?
Bestimmte Lebensmittel und Futtermittel sind für Pferde ungeeignet oder sogar gefährlich:
Giftige und unverträgliche Futtermittel:
- Rasenschnitt: Kann zu Gaskoliken und Vergiftungen führen
- Brot und Backwaren: Quellen im Magen auf und können
Verstopfungen verursachen - Steinobst (Kirschen, Pflaumen): Kerne enthalten Blausäure
- Kreuzblütler (Kohl, Brokkoli): Verursachen Blähungen
- Nachtschattengewächse (Tomaten, Kartoffeln): Enthalten giftiges
Solanin - Avocado: Hochgiftig für Pferde
- Schokolade: Theobromin ist toxisch
Auch bei Weidepflanzen ist Vorsicht geboten. Jakobskreuzkraut, Herbstzeitlose, Eibe und Adlerfarn sind hochgiftig und können bereits in kleinen Mengen tödlich sein.
Wie finde ich das richtige Pferdefutter für mein Pferd?
In erster Linie ist es wichtig darauf zu achten, welche körperlichen Leistungen Ihr Pferd erbringen soll. Ein Sport- oder Zuchtpferd hat einen wesentlich höheren Energiebedarf als ein Freizeitpferd, das zwei- bis dreimal pro Woche leicht arbeitet. Viele Futtermittelhersteller bieten hier für jedes Leistungsniveau und der Art der Arbeit passende, bereits mineralisierte Futtermittel an. Hier sollte man dringend die Fütterungsempfehlungen beachten, damit das Pferd die passende Menge aufnimmt. Zudem ist die Rasse, das Alter und die gesundheitliche Beschaffenheit ebenfalls bestimmend, welche Menge und welche Art Futter das Pferd benötigt. Ist man sich unsicher, was denn nun das Richtige für das eigene Pferd ist, kann man sich kostenlose Futtermittelberatungen bei den jeweiligen Experten der Hersteller einholen.
Die Auswahl des optimalen Pferdefutters hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Individuelle Faktoren:
- Alter und Entwicklungsstadium
- Rasse und Körperbau
- Nutzung und Trainingsintensität
- Gesundheitszustand
- Haltungsbedingungen
- Jahreszeit
Ein Warmblut im Turniersport hat andere Anforderungen als ein Shetlandpony in
Freizeithaltung. Ältere Pferde benötigen oft leichter verdauliches Futter, während Jungpferde für Wachstum und Entwicklung spezielle Nährstoffe brauchen.
Praktische Vorgehensweise:
- Ermitteln Sie das Idealgewicht Ihres Pferdes
- Berücksichtigen Sie rassespezifische Unterschiede im Stoffwechsel sowie im Energie- und Nährstoffbedarf
- Bewerten Sie den Arbeitseinsatz realistisch
- Lassen Sie bei Unsicherheit eine Rationsberechnung erstellen
- Führen Sie Futterumstellungen schrittweise über 10-14 Tage durch
- Beobachten Sie Ihr Pferd auf Veränderungen
Wie kann das richtige Pferdefutter bei gesundheitlichen Problemen helfen?
Wenn man ein Pferd mit einem gesundheitlichen Problem hat, will man es neben dem Tierarztbesuch auch bestmöglich über die Nahrungsaufnahme stärken. Es gibt unzählige Arten von Pferdefutter und Zusatzfuttermittel auf dem Markt, die die Gesunderhaltung des Pferdes versprechen. Hier ist man sich oft unsicher, welches Zusatzfuttermittel das richtige ist.
Generell gilt, dass die korrekte Fütterung von Rau-Kraftfutter und Mineralien der Grundbaustein für ein gesundes Pferd ist. Kommen gesundheitliche Probleme auf, ist es in jedem Fall sinnvoll ein Blutbild erstellen zu lassen, bei dem ein eventueller Mangel an Vitaminen oder Spurenelementen gefunden und über ein passendes Zusatzfuttermittel ausgeglichen werden kann.
Versteckter Zucker - Augen auf!
Die richtige Wahl des Kraftfutters ist ein Thema, dem oft zu wenig Aufmerksamkeit gegeben wird. In vielen Müslis, Pellets und Leckerlies ist viel Melasse enthalten, die auf Dauer dem Verdauungstrakt und den Zähnen des Pferdes schadet. Hier ist es wichtig, sich über die Deklaration der Inhaltsstoffe vor dem Kauf zu informieren.
Da Zucker in vielen Futtermitteln versteckt ist, kann besonders für stoffwechselempfindliche Pferde problematisch sein. Achten Sie beim Pferdefutter kaufen auf die Deklaration:
Zuckerquellen in Futtermitteln:
- Melasse (bis zu 50 % Zucker)
- Rübenschnitzel (wenn nicht melassefrei)
- Getreide (Stärke wird zu Zucker abgebaut)
- Äpfel und Karotten (natürlicher Fruchtzucker)
- Leckerlis und Müslis (oft in Form von Melasse enthaltener Zucker)
Für Pferde mit Hufrehe, EMS oder Cushing sollte der Gesamtzuckergehalt (Zucker + Stärke) unter 10 % der Trockensubstanz liegen. Greifen Sie zu getreidefreien Alternativen und achten Sie auf Begriffe wie "melassefrei" oder "zuckerreduziert".
Gras Anweiden
Der Frühling ist da und am liebsten würde man sein Pferd direkt den ganzen Tag auf die Weide lassen. Hier birgt sich allerdings eine große Gefahr. Der Magen-Darm-Trakt muss sich erst an das frische Gras gewöhnen, da das Pferd den ganzen Winter über kein Gras gefressen hat. Zudem ist in jungem Gras besonders viel Fruktan enthalten. Dieser Zucker kann besonders bei darauf empfindlichen Pferderassen schnell zu Stoffwechselkrankheiten, wie Hufrehe führen. Ponys, Kaltblüter und Pferde, die aus Ländern mit eher karger Landschaft stammen, sind hier besonders empfindlich.
Gerade im Frühjahr, in den frühen Morgenstunden, beinhaltet das Weidegras am meisten Fruktan. Im Laufe des Tages sinkt der Fruktangehalt wieder langsam. Somit ist es sinnvoll, das Angrasen auf den Mittag oder Nachmittag zu legen. Um sicherzugehen, dass das eigene Pferd schonend an den Weidegang gewöhnt wird, sollte man es langsam anweiden.
Richtig Anweiden:
- Beginnen Sie mit 10-15 Minuten täglich
- Steigern Sie die Weidezeit schrittweise über 3-4 Wochen mit ca. 10 Minuten alle 2 Tage
- Weiden Sie idealerweise nachmittags an, wenn der Fruktangehalt niedriger ist
- Vermeiden Sie Weidegang nach Frost oder bei starkem Sonnenschein
- Beobachten Sie Ihr Pferd auf Anzeichen von Unwohlsein
Besonders gefährdete Pferde (Rehepatienten, EMS, übergewichtige Tiere) sollten nur kontrolliert oder mit Maulkorb auf die Weide.